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  • Pfarrvernetzung Dekanat BadenDatum22.02.2013 21:57

    Das St. Florian Haus war voll, als am 16. Februar die Pfarrgemeinderäte von Kottingbrunn und Schönau zum ersten Pfarrvernetzungstreffen des Dekanats Baden geladen hatten. Im Mittelpunkt standen die geplanten Strukturreformen unserer Erzdiözese Wien, die von den vielen Teilnehmern aus sieben Pfarren unseres Dekanats kritisch diskutiert wurden. Großraumpfarren und Seelsorgegroßräume wurden als Notlösungen betrachtet, um dem Priestermangel und dessen Auswirkungen Rechnung zu tragen.

    Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag des Pastoraltheologen Paul Michael Zulehner. Er empfahl, neben den vielen Irritationen in unserer Kirche, den Blick vor allem auf die Chancen zu richten: Mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung wird die Kirche in Zukunft lebendig halten. Oder wie Michael Handschuh, Pfarrgemeinderat aus Kottingbrunn, es treffend an diesem gelungenen Nachmittag zum Ausdruck brachte: Es ist unsere Pfarre! Meine Kirche! Ich bin verantwortlich!

    Weitere Treffen sind geplant. Nach Pfingsten laden wir zum nächsten Pfarrvernetzungstreffen nach Kottingbrunn. Gemeinsam sind wir stärker, können uns gegenseitig stützen und neue Wege ins Auge fassen, damit unsere Pfarren im Dekanat lebendig bleiben.

  • Pfarrvernetzung Dekanat BadenDatum03.02.2013 19:21

    Einladung zum Vortrag „Studie Masterplan“ von und mit
    Paul Michael Zulehner mit anschließender Diskussion
    am Samstag, den 16. Februar 2013 um 15:30 Uhr



    Liebe Pfarrgemeinderätin, lieber Pfarrgemeinderat des Dekanats Baden!

    Wir laden Sie ganz herzlich ein, an einem interessanten und aktiven Nachmittag zum Thema „Zukunft unserer Pfarren“ teilzunehmen. Wir treffen uns im St. Florian Haus, Kardinal König Platz 3, 2542 Kottingbrunn. Die Einladung ergeht an alle Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte des Dekanats Baden.

    Wir haben folgendes vorbereitet:

    Vortrag Paul M. Zulehner über seine Studie zum „Masterplan für eine umfassende Erneuerung der Erzdiözese Wien“

    Reflexion und Gedankenaustausch um mögliche Impulse und Themen für zukünftige Zusammenarbeit und Vernetzung zu finden

    Um 17:30 Uhr ist der geplante Teil der Veranstaltung zu Ende. Danach gibt es eine kleine Stärkung und das Angebot, um 18:00 Uhr gemeinsam die Vorabendmesse zu besuchen.


    Jetzt schon herzlichen Dank für Ihr Interesse! Wir freuen uns auf das Kennenlernen!

  • Pfarrvernetzung Dekanat BadenDatum03.02.2013 19:17
    Thema von Anselm von der Amsel im Forum Seelsorgeteam

    Liebe Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte des Dekanats Baden!

    Die Erzdiözese Wien befindet sich derzeit in einem umfangreichen Prozess der Umstrukturierung. Die Suche nach neuen Wegen für eine zukunftsfähige Gemeindepastoral und eine tragfähige Neustrukturierung unserer Pfarren des Dekanats Baden haben unter Leitung unseres Erzbischofs Kardinal Christoph Schönborn und der von ihm eingesetzten „Zentralen Steuerungsgruppe" zu Weichenstellungen geführt, denen wir kritisch gegenüberstehen. Die Sorge um die Zukunft unserer Pfarren Schönau und Kottingbrunn sowie um alle Pfarren im Dekanat Baden lässt uns diesen Brief an Sie richten.

    Die Pfarrgemeinderäte von Schönau und Kottingbrunn setzen sich aktiv für eine menschennahe Pfarrpastoral ein, wie sie durch eine überschaubare Pfarrstruktur vor Ort optimal gewährleistet werden kann. Wir lehnen eine geplante Überführung von Pfarren in Filialen ab, weil damit eine kirchenrechtliche Schlechterstellung der Filialgemeinden verbunden ist. So geht dadurch beispielsweise das Recht der Gläubigen auf eine sonntägliche Eucharistiefeier verloren. Pastorale Großräume wie sie durch das seitens der Erzdiözese Wien vertretene Konzept der „Pfarre neu" entstehen, sehen wir als keine zukunftsweisenden Modelle. Eine verordnete Reform „von oben" ohne Einbeziehung aller Betroffenen, wie sie derzeit von der Erzdiözese Wien durchgeführt wird, lehnen wir grundsätzlich ab.

    Bei den „Heißen Eisen“, die seit Jahrzehnten in unserer römisch-katholischen Kirche ohne nennenswerte Resultate diskutiert werden, drängen wir auf baldige Lösungen, die der Lebendigkeit unserer Kirche förderlich sind. Wir sehen keine Beschädigung der Tradition unserer Kirche, wenn wir für eine längst überfällige Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt, einen barmherzigen und offenen Umgang mit Wiederverheirateten, eine Ergänzung des ständigen Diakonats durch die Weihe von Frauen zu Diakonissen und einen ehrlichen und intensiven ökumenischen Dialog eintreten.

    Für die nächsten fünf Jahre streben wir zwei große Ziele an: Wir wollen in unseren Pfarren Schönau und Kottingbrunn tragfähige und zukunftsorientierte Strukturen aufbauen und uns mit den Pfarren des Dekanats eng vernetzen.

    Zu dieser Vernetzung möchten wir Sie ganz herzlich einladen! Lernen wir uns gegenseitig kennen, reden wir ehrlich über unseren Glauben und unsere Sorgen um unsere Kirche, unser Dekanat und seine Pfarren. Suchen wir gemeinsam nach neuen und tragfähigen Wegen für die Zukunft unserer Pfarrgemeinden, die uns nahe zu den Menschen und damit zu Christus führen.


    Mit freundlichen Grüßen,

    die Pfarrgemeinderäte der Pfarren Schönau und Kottingbrunn

  • ...weil wir verantwortlich sindDatum24.07.2012 16:23

    Ich habe das Buch auch schon gelesen und kann es - wie Regina - nur sehr empfehlen! Die Zahlen, die darin genannt werden, lassen einem wirklich die Haare zu Berge stehen und machen nachdenklich. Ein paar der Zahlen habe ich heuer zu Beginn der Fronleichnamsfeier genannt um auf die unglaubliche Verschwendung von Lebensmittel hinzuweisen.

    Ich habe ein Exemplar zu Hause: Wer möchte, kann es sich gerne ausborgen!

  • APG2010Datum03.12.2011 16:52
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Ich habe das Thema APG2010 jetzt dem neuen, übergeordneten Thema "Initiativen" zugeordnet, weil ich denke, dass es dort vom Inhalt her besser hinpasst!

  • APG2010Datum30.11.2011 22:41
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Was möchtest du uns denn durch diese Gleichung zum Ausdruck bringen?

  • APG2010Datum24.11.2011 19:19
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Zitat
    "zum einen gibt es die Vorgabe des Hirtenbriefes, die einen Weg beschreibt, den wir zu gehen versuchen. Zum anderen gibt es Vorgaben aus der Ordnung der katholischen Kirche, wie sie sich etwa im Kirchenrecht (zu Recht!) finden"



    Wenigstens sagt Krasa es offen und ohne unnötige Ablenkungen und Pathos: Bischof und Kirchenrecht sind also die Wegmarken dieses "Erneuerungsprozesses" der Erzdiözese Wien. Dann wünsche ich dem Erzbischof und der römischen Legislative eine schöne, einsame Wanderung...

  • APG2010Datum20.11.2011 22:40
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Wie du richtig sagst, es ist ein fiktiver Dialog. In Wirklichkeit gibt es ihn nicht.

  • APG2010Datum20.11.2011 19:13
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Wenn schon das Kirchenrecht erwähnt wurde:

    Can. 220 — Niemand darf den guten Ruf, den jemand hat, rechtswidrig schädigen
    und das persönliche Recht eines jeden auf den Schutz der eigenen Intimsphäre verletzen.

  • APG2010Datum03.11.2011 19:32
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Noch im Juni dieses Jahres sagte Pfarrer Johannes Leuthner, zuständig für fünf! Pfarren im Bezirk Hollabrunn, dass er und viele andere seiner Priesterkollegen bereits am Limit arbeiten. Am 20.10.2011 wurde der 46-jährige engagierte Seelsorger tot in seiner Wohnung gefunden. Herzversagen.

    Das macht mich wütend: Auf der Trauerfeier auch sein Bischof, Kardinal Christoph Schönborn, anwesend. Derselbe Mann, dem Pfarrer Johannes sein "Arbeiten am Limit" verdankt, derselbe, der Seelsorgegroßräume und Pfarrverbände als die Zukunft unserer Kirche verkauft, sieht in dem frühen Tod von Pfarrer Johannes eine "Mahnung", stärker auf "Signale der Überforderung" zu achten. Dabei hat Pfarrer Johannes Leuthner mehrmals - auch in öffentlichen Interviews - zu erkennen gegeben, dass er überfordert sei.

    Mir reicht es! Was sind das für Hirten, die mit solcher Ignoranz den Wert menschlicher Arbeit und menschlichen Lebens strukturellen Bedingungen unterordnen? Mein Vertrauen haben sie nicht mehr!

  • APG2010Datum30.10.2011 19:30
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Lieber Martin! Also die Bezeichnung "Idiot" stört mich. Nachdem ich selbst dann und wann einer davon bin und liebe Menschen kenne, denen es auch manchmal so geht wie mir, solltest du eine passendere Bezeichnung finden. Ich schlage vor: "Mensch".

  • APG2010Datum22.10.2011 19:36
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Etwas verwirrt mich derzeit. Warum benötigt der "Erneuerungsprozess" der Erzdiözese Wien, APG2010, sogenannte "Steuerungsgruppen"? Ich dachte, wir lassen uns vom Heiligen Geist führen, kennen den Weg nicht, lassen ihn uns zeigen, entdecken ihn im Gehen. Jetzt aber plötzlich Steuerung? Anstatt die Erneuerungen in den Pfarren und Gemeinschaften zuzulassen, wird eifrig auf diözesaner Leitungsebene gesteuert und es werden "Modelle" entwickelt.

    Fast könnte man den Eindruck gewinnen, das Ziel von APG2010 stand schon fest, bevor der Prozess in der Öffentlichkeit gestartet wurde. Zu ähnlich der Situation in deutschen Bistümern sind die Wege, auf die auch unsere Kirche in Österreich "hingesteuert" werden soll: Die Anzahl der Pfarren wird der verfügbaren Anzahl an Priestern einfach angepasst. Ohne Rücksicht auf Verluste. Es wird zentralisiert. Zentralen sind leichter zu steuern. Sieht man sich Nachwuchszahlen und die Alterspyramide der Weltpriesterschaft in Österreich an, wird da in den nächsten Jahren auch einiges "anzupassen" sein. Erste Schritte sind gesetzt und wurden mit dem letzten Hirtenbrief angekündigt: Es werden keine Pfarrer mehr ernannt, die sind nämlich nur schwer wieder aus ihren Pfarren abzuziehen. Und: Es wird die Anzahl an Filialkirchen wachsen. Dass die Feier der Sakramente in diesen Filialkirchen nicht gesichert wird, ist aus meiner Sicht eine grobe Fahrlässigkeit! Auf diese Details wird im Hirtenbrief aber gar nicht erst hingewiesen.

    Wer eines Tages dann vor den verschlossenen Türen (s)einer Filialkirche steht, der darf sich vertrauensvoll an seinen Bischof wenden. Seine Antwort könnte dann in Anlehnung an seinen jüngsten Beitrag in "thema kirche" lauten: "Nichts wird unsere Erzdiözese, ja die Gestalt der Kirche mehr verändern als unsere persönliche Umkehr". Danke für diesen Hinweis! Vor geschlossenen Kirchentüren bleibt einem ohnehin nichts anderes übrig, als umzukehren. Ein zweites Mal werden diese Menschen allerdings nicht an unsere Türen klopfen.

  • APG2010Datum18.10.2011 22:08
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Während unser neuer Generalvikar Nikolaus Krasa laut Auskunft in „themakirche“ vom Oktober 2011 - dem Diözesanblatt der Erzdiözese Wien – ernsthafte Probleme beim Zusammenbau von IKEA Regalen eingesteht, möchte ich ihm als erfahrener IKEA Regal-Veteran ein paar hilfreiche Hinweise geben.

    Zunächst sind für den Zusammenbau keine Arbeits- oder Steuerungsgruppen auf Diözesanebene notwendig. In den Pfarrgemeinden gibt es diese Gruppen längst. Nur zu gut kennen wir aus der Arbeitswelt die Situation, wenn einer arbeitet, und zig Menschen einfach nur zusehen und das Ergebnis abwarten. Wichtig sind Menschen mit Hausverstand, die anpacken und das Ziel nicht aus den Augen verlieren: Dieses Ziel ist Jesus Christus. Wie lebhaft ist mir noch eine Presse-Karikatur in Erinnerung, bei der ein Priester beim Zusammenbau eines „IKEA“-Kruzifixes gezeigt wurde, der es nicht übers Herz brachte, die Nägel laut Bauanleitung in den Korpus zu schlagen. Andere tun sich da leichter und schlagen eifrig zu. Es tut weh, aber warum jemanden verstehen wollen, der Forderungen äußert, die man selbst nicht verstehen will?

    "Ich habe auch deutlich gemacht, dass ich mich nicht zum Kämpfer für die meisten Forderungen machen werde, etwa der Änderung der Voraussetzungen für das Priesteramt", betonte Kardinal Schönborn. Ein solcher Kampf wäre "der lebendigen Gemeinschaft und der Verbreitung des Glaubens abträglich". Es sei auch "nicht fair, den Bischöfen Reformverweigerung vorzuwerfen, wenn sie die Forderungen einzelner Initiativen nicht nach Rom tragen". Rom sei ohnehin längst über diese Forderungen im Bilde und habe sie auch schon mehrmals behandelt. "Wenn es auch unerlässlich ist, auf die Sorgen und Anliegen der Gläubigen zu hören und immer neu nach Antworten zu suchen, so muss doch klar sein, dass ein Dialog nicht erst dann ein Dialog ist, wenn die Bischöfe die Sichtweise ihrer Kritiker vollinhaltlich übernehmen", so Kardinal Schönborn.

    Ja, das haben die Laien, das einfache Kirchenvolk, bisher übersehen: Es geht nicht um die Anliegen der Mehrheit, sondern um den Glaubenssinn der Kardinäle! Das widerspricht zwar den Erkenntnissen des Zweiten Vatikanischen Konzils, aber wer weiß das heute schon noch? Die Meinung der Schäfchen in Rom vertreten? Na bitte, wir sind doch nicht bei „wünsch-dir-was“! Demokratie? Fehlanzeige!

    Der kirchliche „Erneuerungsprozess“ der Erzdiözese Wien, APG 2010, ist kein demokratisches Geschehen. Das dürfte allen klar sein, die bei der ersten Diözesanversammlung dabei waren. Bei den „heißen Eisen“ wurde den Menschen hinter dem „offenen Mikrofon“ laustarke Zustimmung bekundet. Offenbar waren es Anliegen der Mehrheit. Trotzdem, ein offenes Ohr hatte man dafür nicht: Die Mehrheit des einfachen Volkes ist eben kein verlässliches Kriterium, wie unser Papst laufend betont. Andererseits: Mit den Pius-Brüdern werden seitens des Vatikans laufende und rege Verhandlungen geführt. Obwohl diese das Zweite Vatikanische Konzil in wesentlichen Punkten ablehnen, hat man für diese Minderheit ein offenes Ohr. Schau genau: Mit der Pfarrer-Initiative führt man in Rom keine weiteren Gespräche. So geht unsere Kirche Schritt für Schritt in die Vergangenheit zurück.

    Kürzlich saß meine Frau mit unseren Kindern in der U-Bahn. Kardinal Schönborn stieg zu. Meine Frau sagte zu meiner Tochter leise: „Schau, der Kardinal!“. Meine Tochter fragte interessiert: „Der König?“. Selbst 8-jährige Kinder verstehen das heutige Problem unserer Kirche. Ich bin stolz auf meine Tochter. Sie hat mir übrigens auch schon öfter beim Zusammenbau von IKEA Möbeln geholfen. Es war ein Kinderspiel.

    http://www.themakirche.at/impulse/0/articles/2011/10/17/a4172/

    http://www.themakirche.at/panorama/articles/2011/10/13/a4171/

  • These 44: Die katholische Kirche in Kottingbrunn ist nicht nur für jene da, die sich zu Jesus Christus bekennen. Sie ist kein Selbstzeck. Sie ist für alle Menschen da, die sich freuen und hoffen, die trauern und sich ängstigen.

    These 45: Die katholische Kirche ist nicht der einzige Weg zu Jesus Christus. Jesus Christus ist aber der einzige Weg zum Vater.

    These 46: Der gelebte Glaube anderer Religionen ist ebenso hoch zu schätzen, wie der eigene. Jede Religion ist ein Weg zu dem einen letzten Geheimnis, das alle Religionen eint.

    These 47: Der Atheismus hat in allen Punkten recht: Nur nicht in jenem, dass es keinen Gott gibt.

    These 48: Wir dürfen in Kottingbrunn nicht darauf warten, dass andersgläubige Menschen und Atheisten an unserem Tisch Platz nehmen. Wir Christen müssen uns gemeinsam mit ihnen an ihre Tische setzen.

    These 49: Im menschlichen und sozialen Engagement für arme, kranke, hungernde, verängstigte, in Not geratene, benachteiligte, ausgegrenzte und leidende Menschen, finden Gläubige wie Nichtgläubige, Christen aller Konfessionen sowie andersgläubige Menschen einen gemeinsamen Sinn und ein Ziel, auf das hin sie gemeinsam aufbrechen können.

    These 50: Mission bedeutet nicht, jemanden von seinem eigenen Glauben zu überzeugen oder gar zu überreden, sondern ihn daran teilhaben zu lassen: Immer mit großem Respekt vor dem Glauben und Überzeugungen meines Gegenübers. Bis sich die Einsicht zeigt: „Du bist wie ich“.

    These 51: Die katholische Kirche in Kottingbrunn muss für alle Menschen offen und einladend sein, unabhängig von Herkunft, politischer Gesinnung und Glaubensbekenntnis.

    These 52: Entweder unsere Kirche wird zunehmend bunter, oder sie wird zu einem kleinen, farblosen oder gar einfärbigen Kreis von Menschen. Was farblos ist, verliert an Attraktivität und verschwindet langsam in der Bedeutungslosigkeit. Noch schlimmer: Was einfärbig - unicolor - und uniform wird, gibt religiösem Fanatismus und Extremismus neuen Nährboden.

  • These 29: Eucharistie ist der große Dank für alles, womit Gott uns täglich beschenkt.

    These 30: Jeder Christ soll diese Dankbarkeit Gott gegenüber zeigen. Es ist die dankbare und dienende Grundhaltung Jesu Christi, die in der Eucharistie erfahrbar wird.

    These 31: Der Dienst am Nächsten, die Fußwaschung, ist die andere Seite der Eucharistie. Eines ohne das Andere wird leer, sinnlos und gottlos.

    These 32: Die Eucharistie ist Mittelpunkt und Ausgangspunkt jeder christlichen Gemeinschaft und jeden christlichen Lebens.

    These 33: Die Feier der Eucharistie verlangt nach einer klaren, aktuellen und lebensnahen Sprache.

    These 34: Aufgabe der Kirchenleitung ist es, die Pfarrgemeinden vor Ort mit allen Befugnissen und Pflichten auszustatten, die sie für den Aufbau und Erhalt einer lebendigen Kirche vor Ort benötigen.

    These 35: Die Eucharistie darf nicht von der Verfügbarkeit eines geweihten Priesters abhängen.

    These 36: Wenn kein geweihter Priester mehr in Kottingbrunn verfügbar ist, muss man geeignete Frauen und Männer aus der Gemeinde finden und beauftragen, diese priesterlichen Dienste an der Gemeinschaft zu übernehmen.

    These 37: Das Kirchenrecht ist ein von Menschen geschaffenes Regelwerk. Es hat - wie alles, was der Zeit unterworfen ist - seine geschichtlichen Abhängigkeiten, seine Fehler und Mängel. Es darf nicht wichtiger sein, als der Auftrag Christi: "Tut das zu meinem Gedächtnis."

  • These 19: Ältere und kranke Menschen sind wesentliche Glieder am Leib Christi und damit unserer Kirche vor Ort. Wer auf sie vergisst, vergisst auf Christus selbst.

    These 20: Eine Gemeinschaft, die auf ihre Eltern und Großeltern, auf ihre älteren Angehörigen vergisst, verliert die Erfahrung einer ganzen Generation. Wenn wir ihnen nicht aufmerksam zuhören und lernen, werden wir die selben Erfahrungen immer wieder machen: Auch die schlechten.

    These 21: Es muss auch in Zukunft Orte und Veranstaltungen in unserer Pfarre Kottingbrunn geben, wo Alt und Jung einander begegnen und miteinander ins Gespräch kommen können.

    These 22: Krankheit und Alter dürfen kein Grund sein, auf die kirchliche Gemeinschaft vor Ort und die sakramentale Nähe Jesu verzichten zu müssen. Es ist die Aufgabe unserer Pfarrgemeinde Kottingbrunn, diesen Menschen nahe zu sein und zu bleiben.

    These 23: Fehlende Mobilität im Alter darf kein Grund sein, auf die regelmäßige Feier der Eucharistie und auf die aktive Teilnahme am Gemeinschaftsleben in Kottingbrunn verzichten zu müssen.

    These 24: Die Krankenkommunion ist ein Zeichen für die Gemeinschaft und Verbundenheit aller Christen mit Christus und untereinander. Sie muss auch künftig in Kottingbrunn erhalten bleiben und ist ein ganz wesentlicher Auftrag.

    These 25: Die Krankensalbung als erfahrbare und heilsame Zuwendung Gottes zu einem kranken Menschen darf künftig nicht von der Verfügbarkeit eines geweihten Priesters vor Ort abhängen. Neue Wege müssen im Vertauen auf Gottes Barmherzigkeit gesucht und begangen werden.

    These 26: Am Ende seines Lebens, hat jeder Mensch ein Recht darauf, dass seine Hände von der Hand eines anderen Menschen gehalten werden.

    These 27: Eine Gemeinschaft, die ihre Toten nicht würdig bestattet und für sie betet, kann nicht christlich sein. Der Begräbnisdienst muss in Kottingbrunn auch künftig von kirchlicher Seite erhalten bleiben.

    These 28: Es ist eine wesentliche Aufgabe jeder christlichen Gemeinschaft für trauernde Menschen da zu sein, ihnen beizustehen und ihnen durch Christus neue Hoffnung zu schenken.

  • These 12: Kinder sind ein Geschenk, das uns anvertraut wird. Wir können dafür nur dankbar sein.

    These 13: Kinder sind die Zukunft unserer Pfarre. Ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stirbt unsere Pfarre langsam aber sicher.

    These 14: Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit allen in Kottingbrunn in der Kinder- und Jugendarbeit engagierten Organisationen, Vereinen, Schulen und Kindergärten ist wichtig, um auch künftig junge Menschen zu erreichen und für den Glauben in Gemeinschaft zu begeistern.

    These 15: Lehrer/innen, insb. in der Pfarre engagierte Religionslehrer/innen und Kindergartenpädagogen/innen, die sich aktiv in der Pfarrgemeinschaft einbringen, sind wesentliche Motoren einer Pfarrgemeinde.

    These 16: Das Vertrauen der Eltern in die engagierten Personen einer Pfarrgemeinschaft (Leiter und Begleiter von Kinder- und Jugendgruppen, Firmvorbereitung, etc.) ist wesentlich dafür, ob sie ihre Kinder in deren Obhut geben.

    These 17: Kontinuität und "vertraute Gesichter" sind wesentlich, um das Vertrauen der Kinder und Eltern in die pfarrliche Kinder- und Jugendarbeit zu gewinnen.

    These 18: Wo Kinder und Jugendliche keine "sinnstiftenden" Angebote und Gemeinschaften vor Ort finden, weichen sie aus. Zeitvertreib: Zeit wird vertrieben anstatt aktiv in einer Gemeinschaft gelebt und genutzt. Ortswechsel: "In Kottingbrunn ist ja nix los..."

  • Naja, nachdem wir jetzt schon 11 Thesen haben, ist es zu spät, die Rubrik in 9,5 Thesen umzubenennen...

  • Thema von Anselm von der Amsel im Forum Seelsorgeteam

    Ich möchte alle ganz herzlich einladen, sich an dieser Stelle Gedanken über die Zukunft unserer Pfarre Kottingbrunn zu machen. Ich hoffe, wir schaffen 95 Thesen. Damit´s nicht zu schwer fällt, mache ich den Anfang.


    1. These: Kirche vor Ort ist Identität, Heimat und Teil unseres gemeinschaftlichen Lebens in Kottingbrunn. Kirche vor Ort sind nicht nur die "braven Kirchgeher", sondern alle Menschen in Kottingbrunn, die sich zu Jesus Christus bekennen. Kirche vor Ort ist der Idealfall von Kirche und unbedingt erhaltenswert.

    2. These: Leben ist Veränderung. Die Pfarre Kottingbrunn wird künftig anders sein müssen, als sie heute ist.

    3. These: Wenn wir eine lebendige Kirche in Kottingbrunn bleiben wollen, müssen wir (jeder persönlich) etwas dafür tun.

    4. These: Wenn die Sakramente vor Ort nicht mehr gefeiert werden, stirbt die Kirche in Kottingbrunn.

    5. These: Die Zukunft der Pfarre Kottingbrunn hängt nicht alleine an einzelnen Personen (Pfarrer) und Institutionen (Diözesanleitung, PGR, Seelsorgeteam, …). Sie hängt vor allem an einer konsquenten Ausrichtung auf Jesus Christus.

    6. These: Die Zukunft unserer Pfarre ist ein Thema, das die breite Öffentlichkeit betrifft (politische Gemeinde, andere Glaubensgemeinschaften, andere Vereine, ...) und muss daher auch in der Öffentlichkeit thematisiert und diskutiert werden.

    7. These: Strukturen, Abäufe, Regeln und Gesetze, die nicht (mehr) dem Leben der Ortskirche dienen, sind gewissenhaft zu hinterfragen. Das gilt auch für kirchliches Recht, das der Lebendigkeit unserer Ortskirche entgegen steht.

    8- These: Unsicherheit (was kommt auf uns zu?) blockiert, kann aber durch ein Aufzeigen aller möglichen Zukunftsszenarien und der gemeinsamen Entwicklung von Strategien und Gegenstrategien sowie Handlungsplänen vermieden werden (Wer tut was, wenn…).

    9- These: Solange wir nicht wissen, wie unsere Pfarre als Institution vor Ort in Zukunft funktionieren soll/kann (Strukturen, Abläufe, Ressourcen) haben wir keine konkreten Ziele, auf die wir uns ausrichten und hinarbeiten können. Alles auf ein Pferd (=Zukunftsszenario) zu setzten, wäre verantwortungslos.

    10. These: Wir müssen gewissenhaft auf jeden Rücksicht nehmen, der von unseren Entscheidungen und Handlungen betroffen ist. Wir müssen Entscheidungen gemeinschaftlich, demokratisch und für alle Betroffenen transparent treffen.

  • APG2010Datum06.02.2011 19:08
    Foren-Beitrag von Anselm von der Amsel im Thema APG2010

    Unbedingt lesenswert: Die Fragen und Antworten rund um die Kirchen"verschenkung" aus der Pfarre Neulerchenfeld. Zu finden unter http://www.pfarreneulerchenfeld.at/. Dort auf den Link "Pfarrauflösung?" gehen. Der Masterplan scheint noch Lücken zu haben.

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